Klubweekend 2019 im Berner Oberland - für einmal hatte das Gesellige Vorrang

Die Orientierungslaufgruppe Huttwil begab sich am vorletzten Wochenende ins Kiental um das offizielle Klubweekend zu feiern. Trotz Vorrang des Geselligen wurden zwei Wettkämpfe bestritten: am Samstag der Hondricher Nacht-OL und am Sonntag der Hondricher OL. Auch eine Jubiläums-Challenge wurde mit Bravour gemeistert.

Am Klubweekend stand der Spass definitiv im Vordergrund... :-)

Die Orientierungslaufgruppe Huttwil begab sich am vorletzten Wochenende ins Kiental um das offizielle Klubweekend zu feiern. Trotz Vorrang des Geselligen wurden zwei Wettkämpfe bestritten: am Samstag der Hondricher Nacht-OL und am Sonntag der Hondricher OL. Auch eine Jubiläums-Challenge wurde mit Bravour gemeistert.

Die ersten TeilnehmerInnen trafen am Freitagabend im Ferienhaus Bergfrieden in Kiental ein, um das gemeinsame Nachtessen zu kochen. Gemeinsam kochen, essen, spielen, wandern und nebenbei etwas OL machen, waren denn auch die Ziele dieses Klubweekends. Ein Höhepunkt des ersten Abends war das Powerpoint-Karaoke, bei welchem zu bisher unbekannten Folien Vortragstexte improvisiert werden mussten. Den vortragenden vier Teams war lediglich ihr Thema bekannt. Am Schluss wählten die Teams aus ihren zwölf Folien je drei aus, so dass wieder zwölf Folien zur Verfügung standen, welche vom Präsidentenehepaar mit viel Witz und Humor zusammengefasst wurden. Die insgesamt sechzig Folien (=Jubiläumszahl), respektive die Kommentare dazu wurden mit viel Lachen quittiert. Man stelle sich etwa vor, was herauskommt, wenn ein Team «Landschaftsarchitekten» über den Bau eines OL-Stadions (bei dem nicht etwa ein grosses Gebäude, sondern ein OL-Gelände gestaltet wurde) berichtet.

Am Samstag gings mit dem Postauto auf die Griesalp. Die Mitfahrenden staunten, wie das Spezialfahrzeug die achtundzwanzigprozentige (!) Steigung mit ihren Spitzkehren meisterte. Ganz wohl war nicht allen bei diesem halsbrecherischen Unternehmen, aber die tolle Sicht ins Wildbachgelände mit vielen Wasserfällen und Gletschermühlen war eine phantastische Ablenkung. Nach einem Znünihalt auf der Alp ging die Wanderung zuerst aufwärts zu einem Aussichtspunkt auf den Tschingelsee und dann entlang dem «Wildbachweg» durch die Griesschlucht hinunter zu eben diesem See. Auf dem Wanderweg war die wilde Natur sehr nahe und sehr intensiv zu spüren.

Um in die abenteuerlichste OL-Form "Nacht-OL" einzuführen, wurden vier Teams mit je einer erfahrenen Person gebildet, die sich auf eine Anfängerbahn (Offen mittel) wagten. Alle kamen heil und zufrieden zurück, wenn auch das schnellste Team zwei Posten nicht auf ihrem Badge hatte. Lediglich zwei OLGH-Mitglieder waren allein und wettkampfmässig unterwegs. Anna Müller-Strub gewann die kombinierte Kategorie Damen 35 / Damen 40 überlegen, konnte aber wegen fehlender Herbstläufe die Berner Nacht-OL-Meisterschaft nicht gewinnen, sie wurde Gesamtzweite. Den gleichen Gesamtrang erreichte ihr Vater, Silvio Strub. Dieser verpasste den Sieg allerdings nicht wegen fehlenden Läufen, sondern wegen eines haarsträubenden Fehlers an diesem Schlusslauf.

Einige waren noch nicht bettreif, so wurde noch Spannendes aus dem Lauf und viele lustige Müsterchen aus anderen Einsätzen (nicht nur OL-bezogen) zum Besten gegeben. Mit der OLGH-Familie unterwegs zu sein ist immer auch ein Training für die Lachmuskeln.

Der Hondricher-OL am Tag darauf war auch die letzte Möglichkeit, ein gutes Resultat für die Klubmeisterschaft zu liefern. Dabei geht es nicht darum, möglichst schnell zu sein, sondern seine Laufzeit möglichst genau voraus zu sagen. Es haben also auch weniger starke LäuferInnen eine Chance, KlubmeisterIn zu werden. Nun, da jemand aufgrund der Bahndaten verbreitete, es sei ein Mitteldistanzlauf, schätzten alle ihre Zeit massiv zu kurz ein und lieferten damit wohl ein Streichresultat für die Klubwertung. Das Gelände war ruppig und die Bahnen hatten viel Gefälle, und damit ist auch schon fast das Wichtigste aus sportlicher Sicht gesagt, wenn da nicht ein Traumlauf zu verzeichnen wäre.

Der Huttwiler Lukas Müller nahm seinen nächsten Gegnern bei den Herren 40 eine gute Viertelstunde ab. Für die 4.5 km Luftlinie und 175 m Steigung mit 18 Posten benötigte er im erwähnt ruppigen Gelände nur gut 47 Minuten. Bei den Damen 45 lief Christine Kurzen auf den feinen dritten Rang. Ebenfalls Dritte wurden in den Anfänger- und Einsteigerkategorien Hans Kohler (Offen mittel) und Walter Neuenschwander (Herren B).

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