Fantastisches OL-Weekend am Fusse des Eigers

Nationales OL-Weekend in Grindelwald

Die OL-Weltcup Finalissima mit Sarina Jenzer lockte auch die Huttwiler Fans ins Berner Oberland. Zwei Nationale Orientierungsläufe standen parallel zum Weltcup auf dem Programm. Das Gelände war noch unbekannt aber tönte sehr vielversprechend und die Tatsache, in den gleichen Wäldern zu laufen wie die Weltelite, motivierte wohl einige Läufer aus der Region zusätzlich.

Mächtige Felsbänder und Klüfte durchschnitten das vielseitige Laufgebiet zwischen dem First und Grindelwald. Dadurch entstanden beim samstäglichen Langdistanz-Rennen herausfordernde Routenwahlen für die Teilnehmenden. Wer am Freitag bereits den Weltcup-Lauf mitverfolgte, wusste von den Idealrouten, was durchaus ein vorteilhaft sein konnte. So einfach war es aber doch nicht. Beachtete man in den steilen Hängen die geringfügig verschobenen Postenstandorte nicht, waren andere Routen nämlich doch schneller – und so der ganze Vorteil verspielt. Ein längerer Umweg konnte sich lohnen zu Gunsten von weniger Steigung, aber genau diese Steigung musste richtig eingeschätzt werden. Zudem verlangte das vielfältige Terrain auch eine klug angepasste Kartentechnik. Stark durchlichtete Waldpartien mit tiefem Buschwerk, wechselten sich ab mit unübersichtlichen Felssturzgebieten, offenen Alpweiden, einem Sumpfgebiet mit hüfthohen Heidelbeerstauden und tiefen Gräben mit Felspartien. Das anspruchsvolle Laufgebiet liess manch ein OL-Herz höher schlagen – und das nicht nur der dünnen Luft wegen.

Ein ähnliches Bild präsentierte sich am Sonntag über die Mitteldistanz. Auf halber Höhe im Nebel gestartet und bei prachtvollem Sonnenschein zu Füssen des Eigers ins Ziel gekommen, wussten einige Teilnehmenden von wunderschön moosigem Wald mit vielen Heidelbeerstauden zu erzählen. Dazu schlotterten Ihnen die Knie vom steilen Bergabrennen während die Postensuche im Labyrint riesiger Felsbrocken bei manchen Läufern Zeitverluste einbrachte. Viel Zeit für Erzählungen blieb aber nicht, da kurz darauf der abschliessende Weltcup-Wettkampf startete - die Sprintstaffel mit dem erfolgreichen Abschluss von Sarina Jenzer.

 

Erfolg für die Juniorenbetreuerin, schnelle Senioren

Olivia Grossenbacher, die Nachwuchsbetreuerin der OLG Huttwil, wusste die richtige Technik einzusetzen und liess sich nicht von den vielen anderen Teilnehmenden verwirren. Worauf sie am Samstag ihren ersten nationalen Podestplatz mit Freude feiern durfte(3.Rang). Dass die Huttwiler Senioren im Moment mit einer beachtlichen Herbstform auftreten, belegen sie erfolgreich mit ihren wiederholt tollen Ergebnissen: Silvio Strub (Niederönz, H65, 2.+3.), Lukas Müller (Huttwil, H40, 1.+2.), Lukas Jenzer (Bremgarten, H55, 7.+2.). Tanja Häfeli (Huttwil, D20, 6.+5.), Sonja Flückiger (Grossdietwil, D20, 4.) und Barbara Minder (Huttwil, DAK, 5.) waren ebenfalls erfolgreich unterwegs.

 

Lukas Müller

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